17.12.2014

THW Nettetal bei Hafen-Großbrand in Roermond im Einsatz

Der Großbrand im Hafen von Roermond/NL, bei dem in der Nacht von Dienstag, 16.12.2014, auf Mittwoch große Hallen und rund 100 Yachten beschädigt und zerstört wurden, hat zu einem erneuten Einsatz des Nettetaler THW geführt. Bei dem Großfeuer wurde Asbest freigesetzt, das in einer Rauchwolke über die Roermonder Innenstadt zog. Darauf hin verhängte Bürgermeister Cammaert eine Notverordnung und ließ große Teile der Innenstadt abriegeln. Eine Gefahr für den Kreis Viersen habe nach Angaben der Feuerwehr jedoch nicht bestanden.

Zur Unterstützung der Rettungs- und Spezialkräfte, die zügig mit Untersuchungen, Aufräumarbeiten und der Dekontamination begannen, wurden u.a. die THW-Ortsverbände der Städte Nettetal, Viersen, Kempen und Erkelenz angefordert. Rund 35 Minuten nach der Alarmierung am Donnerstag, 18.12.2014, rückten gegen Mittag die ersten Einsatzkräfte in ihren blau-weißen Fahrzeugen Richtung Niederlande aus.

Der Einsatz dauerte rund 48 Stunden im Mehrschichtbetrieb bis Samstagmittag. Aus dem Ortsverband Nettetal waren dabei über 20 Helfer im Einsatz. Sie errichteten für die behördlich festgelegten innerstädtischen Sperrbereiche Kontrollpunkte und Straßenabsperrungen. Dabei mussten sie sich an den ständig wechselnden Positionen der unterschiedlichen Mess- und Reinigungstrupps orientieren.

Zugführer Jörn Pachel: „Die Einwohner haben auf die Absperrungen und Kontrollen durch das THW mit viel Verständnis und sehr besonnen reagiert. Dies hat während des gesamten Einsatzes, trotz der eher ungewöhnlichen Situation, ein problemloses Arbeiten möglich gemacht.“

Ortsbeauftragter Walter Delbos ergänzt: „Das Jahr 2014 wird dem THW Nettetal ohnehin noch lange in Erinnerung bleiben: Nach den Unwettereinsätzen letzten Juni und der Unterstützung der Kaldenkirchener Feuerwehr beim Silobrand der Firma Thelen im Juli ist dies nun der dritte Einsatz in nur sieben Monaten. Parallel lief der monatelange, umfangreiche Umbau unserer Unterkunft, wodurch wir räumlich und logistisch stark eingeschränkt waren. Außerdem haben wir Ende Oktober 2014 die Bezirkswettkämpfe der THW-Jugend ausgerichtet, Ehrungen für die Elbe-Fluthelfer 2013 durchgeführt und mit vielen prominenten Gästen, befreundeten Hilfsorganisationen usw. die Eröffnung unserer umgebauten Unterkunft gefeiert.“ Ein anspruchsvolles Programm, dass das THW erfolgreich gemeistert hat, wofür er Einsatzkräften, Helfern und Unterstützern dankt. „Einsätze am Jahresende haben fast schon „Tradition“ bei uns: Zuletzt im Dezember 2013 oder beim Maas-Hochwasser zu Silvester in den 1990-er Jahren“, weiß Ausbildungsbeauftragter Norbert Rennen. Sozusagen „Alle Jahre wieder“ beim THW.

 



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