Fahrzeuge und Ausstattung

Die Fahrzeuge des THW Nettetal

Der Technische Zug

Der Technische Zug (TZ) ist die Basiseinheit des THW. Der TZ setzt sich zusammen aus dem Zugtrupp, zwei Bergungsgruppen und einer Fachgruppe. Sein Einsatz erfolgt in modularer Weise angepasst an die Erfordernisse der Schadensbekämpfung. Dabei sind Personal und Technik auf eine weitgehende Verzahnung der örtlich vorhandenen Fachgruppen mit überörtlich oder überregional bestellbaren THW-Fachgruppen ausgerichtet. Die Ortsverbände (OV), die gemeinsam einen Geschäftsführerbereich (GFB) bilden, stellen neben einer ausreichenden Anzahl an Bergungsgruppen das gesamte Spektrum der überörtlichen technischen Fachgruppen. Auf die Anforderung nach einem Schadensereignis reagiert unmittelbar der nächstgelegene Ortsverband. Sofern dessen Leistungsfähigkeit nicht ausreicht, werden auf GFB-Ebene (regional) erforderliche Fachgruppen oder ganze Technische Züge bereitgestellt. Die zuständige Geschäftsstelle koordiniert die Beistellung von weiteren Einheiten aus dem GFB, aus den Nachbar-Geschäftsführerbereichen und gegebenenfalls unter Einschaltung der Landesverbands-Dienststelle (LV) den überregionalen Einsatz von Facheinheiten, Fachgruppen für Führung und Kommunikation sowie für Logistik und die OV-Stäbe bilden die erforderliche Unterstützung für die Einsatz-Einheiten. Die THW-Unterkünfte werden im Einsatzfall verstärkt führungstechnisch und logistisch als Basis genutzt. Damit kann das THW Schadensereignissen je nach Größe angepasst und aufgabenorientiert begegnen.

Die Bandbreite der Fahrzeuge reicht von Gerätekraftwagen über Mannschaftswagen, Kipper, Bergungsräumgeräte, Bagger und Anhänger bis zu Kranwagen und Booten verschiedener Typen. Insgesamt verfügt das THW über mehr als 6.000 Fahrzeuge.

Vorteile des »Modularen Systems«

Der Einsatz des Technischen Zuges (TZ) erfolgt in der Regel nicht als geschlossene Einheit.

Die Gruppen sind einsatztaktisch und einsatztechnisch weitgehend eigenständig (modulares System) und werden im Zugrahmen geführt. Gleichwohl besteht eine gewisse personelle und materielle Abhängigkeit der einzelnen Gruppen untereinander. Sie arbeiten nach taktischen und technischen Erfordernissen zum Teil eng zusammen.

Der Technische Zug, bestehend aus 1 Zugtrupp und 3 Gruppen, hat grundsätzlich eine Stärke von 1/8/21=30(+20). Das heißt: 1 Zugführer, 8 Unterführer, 21 Helfer sowie zusätzlich 20 Reservehelfer bilden den Zug. Gruppenstärke ist je -/2/7/=9

Ausnahmen bilden die Fachgruppen Brückenbau, Trinkwasserversorgung, Ölschaden und SEEBA. Hier wurde die Stärke wegen der zu erwartenden Verwendung im Ausland erhöht.

Im Einsatz ist ein Ausrücken der einzelnen Gruppen als Schnelleinsatzgruppe bereits ab einer Stärke von -/1/5=6 vorgesehen. Die Nachführung von weiterem Personal bis zur Sollstärke ist als Potential zu sehen, aus dem aufgabenorientiert qualitativ bzw. quantitativ die Einsatzmannschaft zusammengestellt oder die Ablösung - bis hin zum Drei-Schicht-Betrieb - organisiert wird.

Anforderung des THW

Bei Einsätzen zur friedensmäßigen Gefahrenabwehr und bei größeren Unglücksfällen wird das THW im Rahmen der Amtshilfe von den für die Gefahrenabwehr zuständigen Stellen angefordert. Diese Amtshilfe durch das THW ist gesetzlich geregelt. Anforderungen auf örtlicher Ebene (Gemeinde, Polizei, Feuerwehr etc.) laufen über den Ortsbeauftragten des zuständigen Ortsverbandes.

Wenn bei größeren Schadensereignissen bzw. im Katastrophenfall die THW-Einheiten überörtlich zentral koordiniert werden müssen, kann das THW durch die zuständigen Behörden (Kreisverwaltung, Bezirksregierung, Polizeidirektion etc.) bei den zuständigen THW-Geschäftsstellen angefordert werden.

Grundsätzlich stimmt das THW seine Einsatztaktik im Rahmen der Unterstellung mit der anfordernden Behörde ab. Hierzu stellt das THW Fachberater. Die Alarmierung erfolgt in der Regel  über die zuständigen Leitstellen.